Geburtstagsparty für Junghexen und Zauberlehrlinge

Als Motto für seinen 9. Geburtstag hat sich unser ältester Sohn ein Zauberer-Geburtstagsfest gewünscht. Er mischt sich gerne Zaubertränke aus Kräutern aus unserem Garten zusammen und findet Merlin und Co. extrem toll. Die Vorbereitung solcher Geburtstagsfeste kann recht zeitintensiv sein und so lassen wir uns wo immer möglich gerne von unseren Kindern dabei helfen. Die finden es nämlich super in die Planung miteinbezogen zu werden und für Überraschungen bleibt trotzdem noch genug Raum. Wir wollten die Gäste schon ein wenig darauf einstimmen, was sie am Fest erwartet und haben deshalb die Einladung  schon enstprechend gestaltet und formuliert. Dafür musste das Papier natürlich alt und pergamentähnlich aussehen. Um diesen Effekt zu erzielen, befeuchte ich die Blätter jeweils mit nassen Schwarzteebeuteln. Da wir Schwarztee in rauen Mengen trinken, passiert das immer ein bisschen nebenbei mit bereits benutzen Beuteln. Sobald die Blätter wieder trocken sind, werden sie zu einem Ball geknüllt. Dieser Teil gefällt unseren Kindern immer ganz besonders. Das auf diese Art malträtierte Blatt wird dann mit einem Bügeleisen wieder geglättet und ist dann auch wieder druckertauglich. An die bedruckten Einladungen haben wir noch kleine Äste geklebt, sie eingerollt, mit einem Namensband und einer Feder versehen und mit Siegellack verschlossen. Selbstverständlich erfolgte die Zustellung per Bote 🙂

Anfangs März ist das Wetter erfahrungsgemäss selten mild und freundlich und so feiern wir den Geburtstag von Sohn 1 eigentlich immer Drinnen. Freies Spielen ist zwar toll, wird mir in unserem kleinen Haus bei acht Kindern aber schnell mal zu laut und zu wild. Daher haben wir uns zum gegebenen Motto verschiedene Aktivitäten überlegt:

Zaubersalz herstellen

Die Kinder durften sich aus Fleur de sel, tasmanischem Bergpfeffer und essbaren Blüten ein lila Zaubersalz mischen. Wir haben ihnen glaubhaft versichert, dass durch Beigabe dieser Mischung jedes Gericht einfach gut schmecken muss. Wird der tasmanische Bergpfeffer zusammen mit dem Fleur de sel gemörsert, verleiht er dem Fleur de sel eine schöne hellviolette Färbung.

Mit normalem Salz oder Meersalz funktioniert es aber nicht. Der Bergpfeffer-Salz-Mischung wurden dann noch einige getrocknete essbare Blüten beigemischt und das Ganze in kleine, bereits entsprechend von unseren Jungs im Vorfeld vorbereitete Gläser abgefüllt.

Damit auch die Eltern unserer Gäste über die Ingredienzen Bescheid wussten, haben wir ein Etikett mit den verschiedenen Zutaten auf den Glasboden geklebt.

Eigene Teemischung zusammenstellen

Jedes Kind durfte sich entweder einen glücklich machenden Winter-Zaubertee, einen kühlenden und energiespendenden Sommer-Zaubertee oder einen ausgleichenden und reinigenden Zwischenzauber-Tee mischen. Dafür standen ihnen je folgende Ingredienzen zur Auswahl:

Winter-Zaubertee
Roibosh, Koriander, Nelken, Sternanis, Hibiskusblüten

Sommer-Zaubertee:
Marokkanische Minze, Himbeerblätter,  Griechisches Eisenkraut, Hibiskusblüten, Mischung mit Apfelstücken, Zitrusschalen, Zitronengras, Zitronenverbene, Melisse, Zitronenmyrte, Sonnenblumenblätter, Mischung aus Zitronengras, Zitrusschalen, Apfelstücke, Krauseminze, Holunderblüten, Melisse, süsse Brombeerblätter

Zwischenzaubertee:
Pu-Erh, Marokkanische Minze, Himbeerblätter,  Griechisches Eisenkraut, Hibiskusblüten, Mischung mit Apfelstücken, Zitrusschalen, Zitronengras, Zitronenverbene, Melisse, Zitronenmyrte, Sonnenblumenblättern, Mischung aus Zitronengras, Zitrusschalen, Apfelstücken, Krauseminze, Holunderblüten, Melisse, süsse Brombeerblätter

Die Kinder waren eingeladen an allem zu riechen und nach persönlicher Vorliebe eine eigene Mischung herzustellen. Die Zutaten haben wir auf der zu diesem Zweck vorbereiteten Eulen-Tüte vermerkt. Wir haben sogar eine Nachbestellung erhalten. Das hat uns sehr gefreut.

Runen-Steine

In den Zauber- und Drachenbüchern unseres Sohnes kommen auch immer wieder Runen vor und so entstand die Idee, dass jeder Gast sich noch eine Glücksrune nach persönlicher Vorliebe auf einen Kiesel malen konnte. So wurde den Kindern auch die Wartzeit etwas verkürzt, wenn die zwei Mörser schon ausgebucht waren.

Schnitzeljagd nach den goldenen Eiern Vol. 2

Auch an diesem Anlass durfte natürlich eine Schnitzeljagd nicht fehlen. Das Thema mit den goldenen Eiern (siehe  Jagd nach den goldenen Eiern) liess mir grad noch keine Ruhe und so haben wir für dieses Geburtstagsfest mithilfe von Ballons selber Eier gekleistert. Alle drei Jungs haben fleissig mitgeholfen.

Wir haben Fischkleister verwendet und meiner Meinung nach ist klar warum der so heisst auch wenn auf der Website der Firma eine ganz andere Erklärung geboten wird…

Bis die “Eier” fest genug waren, brauchte es schon einige Schichten und wir liessen sie auch immer wieder trocknen um zu überprüfen, ob die Wand fest genug ist. Unten liessen wir natürlich ein Loch frei, die Eier mussten schliesslich noch mit einem Zaubertier befüllt werden.

Das Loch wurde anschliessend mit dickem Papier verschlossen und nochmals drübergekleistert. Die mit Goldspray besprühten Eier kamen ins Hundekörbli – alle anderen Körbe waren zu klein. 

Die Hinweise führten die Junghexen und Zauberlehrlinge vom Haus in den Garten durchs Quartier, zur Schule und schliesslich zum Versteck der Eier, das sich dann wieder ganz in der Nähe unseres Hauses befand. Jedes Kind durfte ein Ei mit nach Hause nehmen, mit der Anweisung, es erst nach Einbruch der Dämmerung zu öffnen.

Bei jedem Kind ist ein anderes Tierchen “geschlüpft” und ich wollte nicht, das sie vergleichen und vielleicht dann doch lieber eines der anderen Tiere  gehabt hätten.

Unser Jungzauberer hat sich auf seiner Smartiestorte eine Eule gewünscht. Da meine Fähigkeiten im Umgang mit Zuckerfondant doch eher begrenzt sind habe ich etwas Zuckerfondant mit heissem Wasser aufgerührt und das Gefieder dann einfach auf den weissen Zuckerfondant-Untergrund aufgemalt.

Das fertige Werk präsentierte sich dann so und lebte natürlich nicht lange.

Das Fest lief für mich sehr angenehm und ruhig ab und ich hatte den Eindruck, dass alle viel Spass hatten. Unsere drei Söhne und vor allem das Geburtstagskind waren jedenfalls begeistert. Also trotz kaltem und nassen Märzwetter all buttercups and fairy dust …

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